Industrielle Automation
Steuerungstechnik für effiziente Reinigungsmaschinen in der Druckindustrie
Die bisher vom Schweizer Unternehmen Nanovis GmbH eingesetzten Steuerungen waren nicht mehr erhältlich. Eine Alternative musste gesucht werden. Doch wie die wirtschaftlichste und zugleich zukunftsfähigste Steuerung finden?
Steuerungstechnik für effiziente Reinigungsmaschinen in der Druckindustrie
Die Bestandteile von Druckmaschinen – Walzen, Werkzeuge, Maschinenteile – müssen regelmässig von Farbresten gereinigt werden. Dabei ist eine schnelle, effiziente Reinigung ein Schlüsselfaktor für hohe Leistung und wettbewerbsfähige Rüstzeiten.
Das Schweizer Unternehmen Nanovis GmbH entwickelt Reinigungsmaschinen für die Druckindustrie. Da die bisher eingesetzten Steuerungen nicht mehr erhältlich waren, musste eine Alternative gefunden werden. Doch welche Steuerung ist dabei am wirtschaftlichsten und zugleich zukunftsfähig?
Steuerungen werden im Laufe der Zeit vom Hersteller abgekündigt. Das betraf auch den bisher eingesetzten Steuerungstypen. Eine passende Nachfolgelösung aus dem bestehenden Produkt-portfolio des Herstellers konnte die Anforderungen von Nanovis nicht abdecken. Um dennoch rasch eine zukunftsfähige Lösung zu evaluieren, wandte sich Sandro Marcoli an EM Industrie.
Fit für die Zukunft
Die Steuerung ist auch bei den Reinigungsmaschinen von Nanovis ein zentrales Element. Sie koordiniert den Reinigungsprozess sowie die Aufbereitung und Filterung des Reinigungsmediums, damit dieses länger und vor allem nachhaltiger genutzt werden kann. Da sich Druckmaschinen in Verfahren und Grösse deutlich unterscheiden, braucht es entsprechend unterschiedliche Reinigungsmaschinen. Diese bildet Nanovis mit ihrer Produktpalette ab.
«Die neue Steuerung sollte möglichst kompakt sein und sich bei Bedarf mit Zusatzmodulen erweitern lassen, damit wir alle Typen und Modelle von Nanovis abdecken können», sagt Christoph Nef. «Ebenso wichtig waren Bedienung, Support und Erweiterbarkeit für künftige Entwicklungen. Perspektivisch ist geplant, die Maschinen später über einen Webbrowser oder ein HMI zu bedienen.»
Drei Steuerungskonzepte auf den Prüfstand
Auf Basis der Anforderungen von Nanovis erstellte Christoph Nef für Sandro Marcoli eine fundierte Vorauswahl inklusive Kostenanalyse. Im Zentrum stand die Frage: «Was ist technisch erforderlich, wirtschaftlich sinnvoll, möglichst ab Lager verfügbar und gleichzeitig künftig erweiterbar?»
Zur Auswahl standen drei Steuerungskonzepte. «Klassische SPS bieten eine höhere Leistung und eignen sich für komplexe, rechenintensive Aufgaben, während Logiksteuerungen kompakter ausgeführt sind», erläutert Nef. «Eine dritte Option wären HLK-Steuerungen. Ihr Vorteil liegt in den zahlreichen analogen Ein- und Ausgängen, die bereits in den Basisgeräten integriert sind. Dadurch sind sie bei Anwendungen mit vielen analogen Signalen wirtschaftlich interessant.»
Für den vorliegenden Anwendungsfall wäre eine SPS überdimensioniert gewesen und hätte die Kosten ohne technischen Mehrwert erhöht.
Aus diesem Grund erwies sich eine Logiksteuerung als optimale Lösung für die Anforderungen von Nanovis. «Sie bietet ausreichend Leistung, um die gewünschten Abläufe zu realisieren, und lässt sich via Funktionsplan mit grafischen Logikbausteinen statt per strukturierten Text programmieren,» sagt Christoph Nef. Sandro Marcoli fügt an: «Für uns ist das ideal, da dies kein vertieftes Know-how in der textbasierten Programmierung erfordert und so auch für unsere Techniker nachvollziehbar und einfach in der Handhabung ist, da diese nicht täglich auf Programmebene arbeiten.»
Die Lösung
«Den Ausschlag für die Wahl der LOGO! von Siemens gab das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Gewissheit, in eine zukunftssichere Lösung zu investieren», erklärt Entwicklungsleiter Sandro Marcoli. «Von der neu angekündigten Produktgeneration LOGO! 9 versprechen wir uns eine einfache Erweiterbarkeit und damit auch eine langfristige Investitionssicherheit.»
EM Industrie begleitete Nanovis nach der Produktentscheidung weiter – mit technischen Detailfragen, mit engen Kontakten zum Hersteller und mit Blick auf weitere Ausbauschritte wie Sensorik und Fernwartung.
Gerade als kleine Firma kann man nicht alles im eigenen Haus haben», sagt Sandro Marcoli. «Umso wichtiger ist es, auf kompetente Partner zählen zu können.»
Mit Christoph Nef gewann er weit mehr als einen Lieferanten: einen herstellerunabhängigen Sparringpartner, der das Projekt von der Beratung bis zur Implementierung kompetent begleitete.
Wissenstransfer statt blosser Lieferung
Neben der technischen Beratung und einem umfangreichen Produktsortiment bietet EM auch Schulungen an. An dem jährlichen EM Programmierkurs für die Siemens LOGO! in Heiden lernte Sandro Marcoli, das volle Potenzial aus der neuen Steuerung auszuschöpfen und sie gezielt auf die Bedürfnisse von Nanovis weiterzuentwickeln.
«Die Schulung vermittelte mir ein wertvolles Basis-Know-how», sagt er. «Entscheidend war für mich, dass sie nicht isoliert stattfand, sondern in die enge Zusammenarbeit zwischen Siemens und EM Industrie eingebettet war.»
Kurz gefasst
Nanovis entschied sich mit der Siemens LOGO! für eine kompakte, wirtschaftliche und zukunfts-fähige Steuerungslösung, die genügend Leistung für die Anforderungen der Produktepalette bietet. Das technische Fachwissen, ein umfang-reiches Industriesortiment und gezielte Schulungsangebote von EM Industrie unterstützen Kunden dabei, fundierte Investitions- und Technologieentscheide zu treffen.
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