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Stimmungsvolles Licht statt einfach hell

Mit 10 Tipps das Licht zuhause optimieren

Was unterscheidet stimmungsvolles Licht von einfach hell? Hier sind 10 Tipps, wie Sie aus pragmatischer Helligkeit eine Lichtstimmung schaffen können, welche eine angenehme Atmosphäre zum Wohlfühlen schafft und dennoch funktionell ist.

14.09.2026
Stilvolle Pendelleuchten setzen Akzente, sorgen für Gemütlichkeit und bringen Licht dorthin, wo es gebraucht wird.
Stilvolle Pendelleuchten setzen Akzente, sorgen für Gemütlichkeit und bringen Licht dorthin, wo es gebraucht wird.

Tipp 1: Licht dorthin, wo es sein sollte

Platzieren Sie Leselampen gezielt, um direktes Licht auf die Lesezone zu lenken. Für Arbeitsplätze wählen Sie eine helle und blendfreie Schreibtischleuchten. Verwenden Sie Spotlights oder Einbauleuchten, um Bilder gezielt zu beleuchten und ihre Details hervorzuheben.

Praxistipp: Bevor neue Leuchten installiert werden, lohnt sich die Frage: Wo halte ich mich auf, und was tue ich dort?

Tipp 2: Grundbeleuchtung: Angenehmes Umgebungslicht schaffen

Stehleuchten und Downlights schaffen angenehmes Umgebungslicht, das Gemütlichkeit und Orientierung fördert. Empfehlenswert ist eine ausgewogene Mischung von diffusen als auch gerichteten Lichtanteilen. Durch geschickt platzierte Lichtquellen entsteht eine stimmungsvolle Atmosphäre im Raum.

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Tipp 3: Akzente setzen

Verwenden Sie Spotlights oder Einbauleuchten, um interessante Strukturen wie Steinwände oder Holzbalken hervorzuheben. Durch gezielte Akzentbeleuchtung mit Streiflicht entsteht eine faszinierende Spannung zwischen Licht und Schatten, was zu einer angenehmen Atmosphäre in Ihrem Wohnraum führt.

Akzentbeleuchtung: Spots setzen nicht nur Bilder in Szene, sondern schaffen auch Kontrast und räumliche Tiefe
Akzentbeleuchtung: Spots setzen nicht nur Bilder in Szene, sondern schaffen auch Kontrast und räumliche Tiefe

Die drei Schichten des Wohnlichts

  1. Das Grundlicht (Ambientelicht) sorgt für eine gleichmässige, angenehme Helligkeit im Raum – ohne zu blenden. Ideal sind indirekte Lichtquellen: Stehleuchten, die die Decke anstrahlen, LED-Strips hinter Möbeln oder Vouten-Beleuchtung. Die Lichtfarbe sollte warmweiss sein – zwischen 2.700 K und 3.000 K.

  2. Akzentlicht setzt Schwerpunkte: ein Bild, ein Regal, eine Pflanze. Spots, Einbaustrahler oder gerichtete Wandleuchten übernehmen diese Aufgabe. Der Kontrast zwischen beleuchtetem Objekt und dem dunkleren Umfeld erzeugt Tiefe und Dramatik – das Auge bekommt etwas, worauf es ruhen kann.

  3. Leseleuchten, Küchenunterbauleuchten, Schreibtischlampen: Funktionslicht ist dort gefragt, wo Konzentration nötig ist. Es sollte separat schaltbar sein und nicht die Grundstimmung des Raums dominieren.

Eine gute Faustregel: Direktes Licht für Aufgaben, indirektes Licht für Atmosphäre. Wer beides kombiniert, hat die volle Kontrolle über die Wirkung eines Raumes.

Tipp 4: Hoher Farbwiedergabeindex (CRI)

Die Qualität der Farbdarstellung eines beleuchteten Gegenstands und dessen natürliche Erscheinung wird durch den Farbwiedergabeindex (CRI) definiert. Dieser Index ist ein entscheidendes Kriterium, um die Leistungsfähigkeit einer Lichtquelle zu bewerten. Bei einem Indexwert von CRI 100 werden die Farben exakt wie unter Tageslichtbedingungen reflektiert. Ein Wert von CRI >90 oder höher gilt als sehr gut. Der Standard Wert der meisten Leuchten beträgt CRI >80 was immer noch als gut eingestuft wird.

Je höher der Farbwiedergabeindex CRI (Colour Rendering Index), desto besser.
Je höher der Farbwiedergabeindex CRI (Colour Rendering Index), desto besser.

Tipp 5: Lichtfarbe gezielt einsetzen

Warme Lichtfarben (2700-3000 Kelvin) schaffen eine gemütliche und entspannende Stimmung, während kühle Lichtfarben (4000-5000 Kelvin) die Konzentration und Leistungsfähigkeit des Biorhythmus fördern.

Tipp 6: Sicherheit und Orientierung schaffen

Verwenden Sie ausreichend helles Licht in Fluren, Treppen und Eingangsbereichen, um Stolperfallen zu vermeiden und einen sicheren Durchgang zu gewähren. Nachtlichter oder Bewegungssensoren können auch dabei helfen, Orientierung in der Dunkelheit zu bieten.

Tipp 7: Flexibel mit dimmbaren und smarten Systemen

Wer die Beleuchtung dimmen kann, hat die Atmosphäre im Griff. Dimmbare Leuchtmittel und smarte Systeme passen das Licht an die jeweilige Situation an — helles Licht beim Lesen, gedämpftes Licht beim Filmabend, sanftes Licht beim Einschlafen.

Smart-Home-Systeme ermöglichen es zudem, Szenen zu programmieren: Mit einem einzigen Tastendruck oder Sprachbefehl wechselt der Raum von der Arbeits- in die Entspannungsatmosphäre.

Mit dem Standard Matter besteht die Möglichkeit, verschiedene Systeme und Möglichkeiten zu verbinden. Erfahrungen dazu teilen wir hier - aus Anwender- und Profisicht.

Tipp 8: Benutzbarkeit sicherstellen

Eine gut durchdachte Planung und Installation der Beleuchtung sorgt für eine benutzerfreundliche Umgebung. Dies kann durch sinnvoll angeordnete Schalter geschehen. Sprachbefehle mit Alexa und Siri sind dank Matter keine Zukunft mehr.

Tipp 9: Vermeiden sie zu hohe Blendung

Achten Sie darauf, dass das Licht weder zu hell noch zu dunkel ist, und vermeiden Sie Blendung. Die Blendungbewertung wird mittels dem UGR (Unified Glare Rating) Wert angegeben. Je tiefer der UGR Wert ist, desto besser ist eine Leuchte entblendet. Bei einem Büroarbeitsplatz ist ein Wert von UGR <19 oder tiefer zu empfehlen.

Tipp 10: Energiesparen

Verwenden Sie energieeffiziente LED-Leuchten oder effiziente Leuchtmittel mit einer hohen Lebensdauer. Dimmen Sie die Beleuchtung und nutzen Sie wo möglich Bewegungsmelder, um Energie zu sparen und Ihre Stromrechnung zu reduzieren.

Fazit: Licht ist Gestaltung

Stimmungsvolles Licht entsteht nicht durch Zufall — es ist das Ergebnis einer durchdachten Kombination aus Platzierung, Qualität, Farbtemperatur und Steuerung. Wer diese zehn Tipps berücksichtigt, verwandelt jeden Raum von einer funktionalen Fläche in einen Ort, an dem man sich gerne aufhält.

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