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    • Zusammenarbeit von Mensch und Cobot: Das richtige Werkzeug für die richtige Aufgabe wählen

    Effizienzschub durch Automatisierung und Digitalisierung

    Industrieprozesse erfolgreich skalieren

    Angesichts der geopolitischen Lage mit Lieferkettenverschiebungen und steigenden Energie- und Personalkosten stehen Industrieunternehmen unter hohem Effizienzdruck – zugleich bieten ihnen Digitalisierung und Automatisierung grosse Chancen für Produktivitäts- und Qualitätsgewinne.

    EM Industrie unterstützt Kundinnen und Kunden in ihrem Bestreben, die Chancen der digitalen Transformation in der Industrie zu nutzen.

    17.03.2026
    Cobots arbeiten bei Montage- und Handhabungsaufgaben mit Menschen zusammen. Präzise und effizient.

    Cobots arbeiten bei Montage- und Handhabungsaufgaben mit Menschen zusammen. Präzise und effizient.

    Wir haben Beat Reber (links), Leiter EM Industrie, gebeten, die aus seiner Sicht zentralen Fragen zur Automatisierung und dem Einsatz von Robotik zu formulieren und praxisnah zu beantworten.

    Beat Reber

    Der ROI beginnt mit der Engpass-Analyse, nicht mit der Technologie

    EM: Herr Reber, welche Prozesse sind aus Ihrer Sicht für Industriebetriebe prioritär bei der Automatisierung – und welchen Einfluss hat das auf deren Return on Investment?

    Beat Reber: Im Zentrum stehen Prozess‑ und Zeitstudien: Fokussierung auf repetitive, personalintensive Abläufe, weil hier die Automatisierung kurzfristig Personalkosten senkt und den Durchsatz erhöht.

    Parallel muss eine Total‑Cost‑of‑Ownership (TCO) Berechnung etabliert werden, die Kostentransparenz pro Stück und pro Fertigungseinheit liefert – idealerweise so, dass die fixen Fertigungskosten über Losgrössen hinweg vergleichbar bleiben. Wichtig ist dabei die Identifikation von Engpässen: Personal, Ressourcen und fehlendes IT‑/OT‑Know‑How bremsen zukünftige Projekte am stärksten.

    Integration gelingt durch offene Standards und klare Prozesse

    EM: Wie können Industriebetriebe Automatisierungslösungen in bestehende IT-/OT‑Landschaften (ERP, MES, SCADA, PLC) integrieren?

    Beat Reber: Ein schrittweises, standardbasiertes Vorgehen bewährt sich: Zuerst die Bestandsaufnahme der Schnittstellen und der Datenflüsse zwischen ERP, MES, SCADA und PLC; dann die Priorisierung nach Business‑Impact und Engpässen. Wir empfehlen die Nutzung von offenen Kommunikationsstandards, um die Daten zu harmonisieren und Latenzanforderungen zu erfüllen. Rollen, Berechtigungen und Cyber‑Resilience‑Anforderungen müssen früh definiert werden.

    Beginnen Sie mit einer Pilotintegration an einer Linie (PoC, digitaler Zwilling) zur Validierung Ihrer Datenqualität und Prozessen, arbeiten Sie eng mit OT‑ und IT‑Teams und etablieren Sie Monitoring, KPIs und Change‑Management. So minimieren Sie Ihre Integrationsrisiken, beschleunigen Time‑to‑Value und sichern langfristig Funktionalität und Compliance.

    Zusammenarbeit von Mensch und Cobot

    EM: Welche Qualifikationen, Schulungen und Change-Management-Massnahmen benötigen die Mitarbeitenden?

    Beat Reber: Die menschliche Akzeptanz und die Bedienkompetenz entscheiden über den Erfolg. Dies ist eines der Kernthemen für ein erfolgreiches Automationsprojekt. Folgende Lösungsansätze bevorzugen wir in der Praxis:

    Frühzeitiger Einbezug: Alle betroffenen Mitarbeiter ab Projektstart involvieren.

    Transparente Kommunikation: Kontinuierliche Information in jeder Projektphase.

    Praxisnahe Qualifizierung: Hands-on-Trainings (auch mit Cobots) für Bediener, Instandhalter und IT/OT-Teams.

    Klare Strukturen: Definierte Rollenbeschreibungen und Prozessvorgaben etablieren.

    Anreize schaffen: Gezielte Incentives zur Förderung der neuen Arbeitsweisen.

    Das richtige Werkzeug für die richtige Aufgabe wählen

    EM: Wie wählt man zwischen klassischen Industrierobotern, Cobots und teil- bzw. vollautomatisierten Systemen?

    Beat Reber: Wählen Sie nach Aufgabenprofil, Taktzeit und Risiko:

    Klassische Industrieroboter für hohe Geschwindigkeiten und hohe Traglasten und präzise Wiederholgenauigkeit, auch in rauhen Umgebungen.

    Klassische Industrieroboter

    Cobots für flexible, menschennahe Montage mit niedrigem bis mittlerem Takt und kleinen Losgrössen, teil- oder vollautomatisierte Systeme für integrierte Linien mit hohen Durchsatzanforderungen.

    Kollaborative Roboter

    EM: Welche rechtlichen, versicherungs- und sicherheitstechnischen Anforderungen gelten insbesondere bei Cobots?

    Beat Reber: Cobots arbeiten eng mit Menschen – deshalb sind Haftungs- und Sicherheitsfragen zentral. Klare Prozess‑ und Betriebsanweisungen mit zertifizierten Prozessen sind unabdingbar, um die Rechtssicherheit, Versicherbarkeit und den Schutz der Mitarbeitenden zu gewährleisten. Die Wirtschaftlichkeit, Sicherheit, Platzbedarf und ROI entscheiden letztlich über die Wahl. Entscheidungskriterien:

    • Taktzeit
    • Last/Präzision
    • Platzverhältnisse
    • Wiederholgenauigkeit
    • Sicherheitsanforderungen
    • Wirtschaftlichkeit (ROI)

    «Die Blaupause für den Rollout»

    EM: Wie können Automatisierungslösungen von Pilotprojekten auf Serienbetrieb skaliert werden?

    Beat Reber: Setzen Sie auf modulare, standardisierte Komponenten (Hardware, Schnittstellen, Software‑Module) und wiederverwendbare Templates, damit sich die Funktionalität und die Integrationen über Linien und Standorte klonen lassen.

    Diese Skalierung beginnt schon im Pilot: EM Industrie unterstützt die Kunden bei der passenden Auswahl von Hardware‑ und Software‑Architekturen, damit die Lösungen später reproduzierbar und wartbar sind.

    Angesichts der geopolitischen Lage und dem sehr herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld sind wir uns wohl alle einig, dass die Industrie auch im Jahr 2026 stark gefordert sein wird. Aus unserer Sicht sind auch in den kommenden Monaten die typischen Schweizer Kernkompetenzen gefragt: Innovation, Kostentransparenz und schlanke Prozesse in die Praxis umzusetzen.

    Automation und Robotik, gepaart mit einer durchgängigen IT/OT Architektur, werden eine Schlüsselrolle bei der Digitalisierung und Optimierung von Prozessen spielen.

    Automation und Robotik

    Standardisierung: Einheitliche Hardware, Schnittstellen und Software-Architekturen definieren.

    Governance: Eine klare Rollout-Governance mit Verantwortlichkeiten, Change Control und Cyber-Security-Vorgaben etablieren.

    Modularität: Auf modulare Lösungen und wiederverwendbare Komponenten/Templates setzen, um Funktionalität zu «klonen».

    Messbarkeit: Den Fortschritt mit Reifegrad und Business-KPIs messen.

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